Woher ChatGPT seine Empfehlungen nimmt
Fragt jemand ChatGPT nach einem Elektriker in Bielefeld, kann ChatGPT dafür im Internet suchen. Die Seiten dafür holt ein Programm von OpenAI, der OAI-SearchBot. Laut OpenAI sorgt er dafür, dass Websites in der Suche von ChatGPT auftauchen.
Selbst nachsehen
Fragen Sie ChatGPT so, wie Ihre Kunden fragen würden. Ein Beispiel für einen Dachdecker: „Ich brauche einen Dachdecker in Herford, der auch kleine Reparaturen macht. Wen kannst du empfehlen?“
Achten Sie darauf, dass ChatGPT dabei im Internet sucht. Dann nennt es zu seinen Empfehlungen auch die Quellen.
Stellen Sie die Frage an mehreren Tagen. Die Antworten ändern sich, auch zwischen den KIs.
Notieren Sie:
- Ob Ihr Name fällt
- Welche Betriebe genannt werden
- Welche Quellen ChatGPT angibt
Die Quellen zeigen Ihnen, wo Sie stehen müssten. Dieselben Fragen stelle ich im kostenlosen Sichtbarkeits-Check für Ihre Branche und Ihren Ort, an ChatGPT, Perplexity und Gemini.
Den Suchroboter hereinlassen
Jede Website hat eine kleine Datei namens robots.txt. Darin steht, welche Suchroboter Ihre Seiten lesen dürfen. Sie finden sie, wenn Sie hinter Ihre Adresse „/robots.txt“ schreiben, also zum Beispiel ihr-betrieb.de/robots.txt.
Suchen Sie dort nach „OAI-SearchBot“. Steht darunter „Disallow: /“, ist der Roboter ausgesperrt.
Dasselbe gilt, wenn unter „User-agent: *“ ein „Disallow: /“ steht, dann sind alle Roboter ausgesperrt. Laut OpenAI erscheinen solche Websites nicht in den Suchantworten von ChatGPT, höchstens als einfacher Link.
Ist der Roboter gesperrt, lassen Sie die Zeile von dem ändern, der Ihre Website betreut. OpenAI nennt etwa 24 Stunden, bis eine Änderung ankommt.
Es gibt einen zweiten Roboter, den GPTBot. Er sammelt Texte für das Training der KI. Ob Sie ihn zulassen, ist Ihre Entscheidung, denn OpenAI behandelt beide Einstellungen getrennt. Sie können den GPTBot sperren und trotzdem in der Suche von ChatGPT auftauchen.
Ort und Leistung dorthin, wo ChatGPT zuerst liest
Der Seitentitel Ihrer Startseite sollte sagen, was Sie machen und wo. „Startseite“ oder nur der Firmenname sagt einer Maschine nichts über Ihren Ort. Ein Seitentitel wie „Dachdecker in Herford | Bedachungen Muster“ beantwortet zwei Fragen auf einmal. (Betrieb erfunden.)
Dasselbe gilt für die große Überschrift auf der Seite und den ersten Absatz. Schreiben Sie dort in einfachen Worten, was Sie anbieten und in welchen Orten.
Hat Ihr Betrieb mehrere Leistungen, die Kunden einzeln suchen, bekommt jede eine eigene Seite. Fragt jemand nach einer Dachrinnen-Reparatur, findet ChatGPT dann eine Seite genau dazu.
Überall dieselben Angaben
ChatGPT liest nicht nur Ihre Website. In meinen Tests vom 16. Oktober haben sich ChatGPT und Perplexity oft auf Branchenverzeichnisse gestützt. Steht dort eine alte Telefonnummer oder ein alter Name, findet die KI zwei verschiedene Angaben zu Ihrem Betrieb.
Gehen Sie deshalb Ihre Einträge durch:
- Google-Profil
- Branchenbücher
- Verzeichnisse Ihrer Branche
- Ihre Innung
Name, Adresse, Telefon und Leistungen sollten überall genau so lauten wie auf Ihrer Website.
Das ist die Arbeit, die am meisten Zeit frisst. Wenn Sie sie abgeben möchten: Wie ich das mache, steht unter KI-Sichtbarkeit für lokale Betriebe. Die Fachbegriffe dazu erklärt das Glossar.
Was Sie sich sparen können
Eine Datei namens llms.txt wird oft als Abkürzung angeboten. Für die Google-Suche brauchen Sie sie nicht. Google schreibt in seinem Leitfaden zu KI-Funktionen, dass keine neuen KI-Textdateien nötig sind, um dort zu erscheinen.
Ihre Texte eigens für Maschinen umschreiben müssen Sie laut demselben Leitfaden auch nicht. Es gelten die normalen Grundlagen: klare Seiten mit eigenem Inhalt, die Google und andere Suchroboter lesen dürfen.
