Wovon der Preis abhängt
Wer Angebote einholt, bekommt oft Zahlen, die um ein Vielfaches auseinanderliegen. Meist haben die Anbieter Unterschiedliches verstanden. Der eine baut fünf Seiten aus einer Vorlage mit Ihren alten Texten, der andere schreibt die Texte neu und baut für jede Leistung eine eigene Seite.
Den Preis bewegen vor allem fünf Dinge.
Die Zahl der Seiten
Eine Seite für alles ist schnell gebaut. Eine eigene Seite für jede Leistung macht mehr Arbeit und passt besser zu dem, was Kunden suchen: Wer „Wallbox Bielefeld“ tippt, landet am liebsten auf einer Seite über Wallboxen.
Wer die Texte schreibt
Liefern Sie die Texte selbst, sparen Sie Geld und zahlen mit Ihrer Zeit. Schreibt sie der Anbieter, zahlen Sie für Gespräche, Entwürfe und Korrekturen.
Woher die Fotos kommen
Eigene Fotos von Betrieb, Team und Arbeiten zeigen, wer Sie sind. Ein Fotograf kostet extra, Fotos mit dem Handy kosten Ihre Zeit.
Was die Seite können muss
Ein Kontaktformular gehört zur Grundausstattung. Online-Termine, ein Shop oder ein Login für Kunden kommen obendrauf.
Vorlage oder eigener Entwurf
Eine angepasste Vorlage geht schneller als ein Entwurf, der nur für Ihren Betrieb entsteht.
So oft wird das bei Google gefragt, jeden Monat
Jede dieser Suchen ist eine Frage, die dieser Artikel beantwortet. Allein nach den Kosten der Domain fragen 390 Menschen im Monat.
| Suche | pro Monat |
|---|---|
| website kosten | 590 |
| was kostet eine website | 480 |
| website erstellen lassen kosten | 390 |
| homepage kosten | 210 |
| hosting kosten | 90 |
| domain kosten | 390 |
Suchen pro Monat bei Google in Deutschland, Mittel der letzten 12 Monate. Google-Ads-Daten über DataForSEO, abgefragt am 19.10.2026
Selbst bauen, Baukasten oder machen lassen
Bauen Sie selbst mit einem Baukasten, zahlen Sie vor allem eine monatliche Gebühr, in der Hosting und oft die Domain enthalten sind. Der größte Posten ist Ihre eigene Zeit: Texte schreiben, Fotos aussuchen, Seiten anlegen, später pflegen.
Lassen Sie die Website machen, zahlen Sie am Anfang mehr und investieren weniger Zeit. Ob Freiberufler oder Agentur, ist für den Preis weniger wichtig als die Frage, was genau geliefert wird.
Für gemachte Websites nenne ich hier keine Preisspanne. Ich habe keine unabhängige Erhebung für Deutschland gefunden, nur Preisseiten von Anbietern, und deren Zahlen gehen weit auseinander.
Was jedes Jahr dazukommt
Nach dem Start fallen jedes Jahr Kosten an, auch wenn niemand etwas an der Seite ändert.
Domain
Ihre Adresse im Netz, zum Beispiel ihr-betrieb.de. Der Baukasten-Anbieter Wix nennt dafür 10 bis 20 Euro im Jahr (Stand Januar 2026).
Hosting
Der Speicherplatz, auf dem die Website liegt. Laut derselben Quelle kostet er 5 bis 50 Euro im Monat.
Pflege
Software-Updates, Sicherungen und das Beheben von Fehlern. Bei einem Baukasten erledigt das der Anbieter, bei einer eigenen Installation muss es jemand tun. Der IONOS Digital Guide zählt Wartung und Sicherheit zu den Kosten, die oft übersehen werden.
Inhalte
Neue Fotos, geänderte Öffnungszeiten, eine neue Leistung. Wer das selbst einträgt, zahlt mit Zeit. Wer es abgibt, zahlt pro Änderung oder im Monat.
Pflichten, die Arbeit kosten
Eine Website für Ihren Betrieb braucht ein Impressum. Das verlangt § 5 Digitale-Dienste-Gesetz für geschäftsmäßige Angebote im Netz. Dazu kommt eine Datenschutzerklärung, die sagt, welche Daten Ihre Website erhebt.
Speichert Ihre Website etwas auf dem Handy oder Computer der Besucher, das für die Seite selbst nicht unbedingt nötig ist, braucht sie vorher deren Einwilligung (§ 25 TDDDG). Das betrifft vor allem Statistik- und Werbedienste. Dafür gibt es die bekannten Cookie-Banner, und die kosten Einrichtung oder eine Lizenz.
Seit dem 28. Juni 2025 kann für Websites, über die Verbraucher Verträge schließen, Barrierefreiheit Pflicht sein (IONOS Digital Guide). Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz nimmt Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten, ausdrücklich aus.
Gute Lesbarkeit lohnt sich auch ohne Pflicht. Gute Kontraste und klare Überschriften helfen jedem, der Ihre Seite am Handy in der Sonne liest.
So vergleichen Sie zwei Angebote
Legen Sie die Angebote nebeneinander und stellen Sie beiden Anbietern dieselben Fragen:
- Wie viele Seiten bekomme ich, und gibt es für jede wichtige Leistung eine eigene?
- Wer schreibt die Texte, und wer macht die Fotos?
- Auf wessen Namen läuft die Domain, und bekomme ich alle Zugänge?
- Was kostet der Betrieb im Jahr: Domain, Hosting, Pflege?
- Was kostet es, wenn ich später eine Seite ergänze oder etwas ändere?
- Wie schnell lädt die Seite am Handy, und wird das vor dem Start gemessen?
- Sind Impressum, Datenschutzerklärung und Einwilligung eingerichtet?
Wann sich die Kosten zurückzahlen
Rechnen Sie einmal rückwärts. Was bringt Ihnen ein neuer Kunde im ersten Jahr? Und wie viele neue Kunden müsste die Website im Jahr bringen, damit Aufbau und laufende Kosten gedeckt sind?
Je mehr ein Auftrag wert ist, desto weniger davon braucht es. Kommen können sie aber nur, wenn die Seite gefunden wird.
Wie oft Ihre Leistung in Ihrer Stadt gesucht wird und ob Ihre Website dabei auftaucht, zeigt der kostenlose Sichtbarkeits-Check. Wie eine Website bei Google nach oben kommt, steht auf der Seite SEO für lokale Betriebe.
